Zur Steigerung der Tragfähigkeit von Verbundstützen aus Beton mit gezogenem Glasfaserrohr (GFRP) wurden Carbonfaserverstärkte Verbundstoffe (CFRP) in verschiedenen Bindungsarten verwendet, um 5 Prüfkörper herzustellen, die einer axialen Druckprüfung unterzogen wurden, um Versagensmodi der gebundenen Verbundstützen zu erhalten; durch die Analyse der Bindungswirkung von CFRP und der Tragfähigkeit der Stützen wurde ein Tragfähigkeitsberechnungsmodell entwickelt. Die Studie zeigt: Beim Versagen der Prüfkörper wurden das gezogene GFRP-Rohr und der Beton komprimiert, teilweise traten bandartige Risse im CFRP auf. Mit zunehmender Querbindung entwickelte sich das Versagensmuster von typischen Spaltbrüchen zu sprödem Zerbrechen und Scherverformungen. Die Tragfähigkeit der Prüfkörper nahm mit sinkendem CFRP-Abstand zu; bei einem CFRP-Abstand von unter 100 mm wurde die Tragfähigkeit deutlich gesteigert, maximal auf das 1,5-Fache oder mehr; bei CFRP-Abständen ≥100 mm war die Steigerung nicht signifikant. Veränderungen im CFRP-Abstand und der Anordnung beeinflussten die Verformungseigenschaften der Prüfkörper erheblich und verbesserten deutlich die Duktilität der Bauteile. Basierend auf der Theorie des gebundenen Betons und unter Berücksichtigung unterschiedlicher CFRP-Abstände sowie der Tragwirkung von GFRP wurde ein Berechnungsmodell für die Tragfähigkeit der Prüfkörper mit hoher Genauigkeit erstellt.