Die Kombination aus wiederholter Belastung und Korrosion verursacht Ermüdungsschäden an vorgespannter Betonbauteilen (PC) und verringert deren Lebensdauer. Unter Verwendung der Größe der Ermüdungsrissausbreitung in Spannstählen und der kumulierten Restermüdungsdehnung des Betons als Schadensparameter wurde unter Berücksichtigung der Ausbreitung von Ermüdungsrissen im Spannstahl, der Ermüdungsbindungsminderung durch Korrosion an der Grenzfläche sowie der Ermüdungsschäden im Beton eine quantitative Methode zur Unverträglichkeitsverformung im Bindungsgleitbereich unter Berücksichtigung der Restdehnung des Kraftstabs und eine Methode zur Vorhersage der Ermüdungslebensdauer korrodierter PC-Träger vorgeschlagen. Anschließend wurde die Vorhersagemethode anhand von Versuchsdaten validiert und die Ermüdungsbindungsschlupfsituation an der Schnittstelle korrodierter PC-Träger unter verschiedenen Vorspannungen, Korrosionsgraden und Spannungsniveaus diskutiert. Die Ergebnisse zeigen: Die vorgeschlagene Vorhersagemethode kann effektiv das Schnittstellengleiten und die Ermüdungslebensdauer korrodierter PC-Träger vorhersagen; die Vorspannkraft ist ein wichtiger Parameter, der das Auftreten von Ermüdungsbindungsschlupf bei korrodierten PC-Trägern beeinflusst. Mit zunehmendem Korrosionsgrad und Spannungsniveau neigen die Bauteile eher zu Ermüdungsbindungsschlupf, während eine Erhöhung der Vorspannkraft das Auftreten von Ermüdungsbindungsschlupf an der Schnittstelle effektiv verringern kann; bei hohen Spannungsniveaus führt eine stärkere Verformungsinkompatibilität zu größeren Restschlüpfen, die Schlupfkurven und deren Steigungen steigen mit zunehmendem Spannungsniveau insgesamt an und werden steiler.