Das Baukonzept für eine großspannige schwimmende Hängebrücke basierend auf einer Spanntütenplattform bietet gute Anwendungsperspektiven in tiefwasser- und weichen Bodenbedingungen. Aufgrund der geringen Steifigkeit der Gründung kann die Fahrbelastung starke Schwingungen der Brücke hervorrufen, deren Auswirkungen durch Anpassung der Entwurfsparameter der Spanntütenfundamente reduziert werden können. Derzeit gibt es jedoch nur wenige Untersuchungen zu diesem neuen Typ großspanniger schwimmender Brücken unter Fahrbelastung, weshalb die Machbarkeit und Anwendbarkeit solcher Konzepte dringend überprüft werden müssen. Mittels Finite-Elemente-Software wurde die Reaktion eines Modells der großspannigen schwimmenden Hängebrücke unter Fahrbelastung berechnet, wobei die Eintauchtiefe der schwimmenden Gründung und der Winkel der Zugseile verändert wurden. Durch modale Analyse wurde der Einfluss der Variationen der Entwurfsparameter der Spanntütenfundamente auf die strukturelle Reaktion unter Fahrbelastung untersucht. Die Ergebnisse zeigen: Die Anpassung der Eintauchtiefe und des Winkels der Zugseile verändert hauptsächlich die ersten beiden Schwingungsformen und hat großen Einfluss auf die Querreaktion; eine Vergrößerung der Eintauchtiefe der schwimmenden Gründung und eine Zunahme der schräg angeordneten Spanntüteneile können die Schwingungen unter Fahrbelastung effektiv reduzieren, wobei der Winkel der Zugseile, bei dem die Brückenreaktion minimal ist, durch eine spezifische Analyse bestimmt werden muss; in der Entwurfsphase sollten relevante Entwurfsparameter der Spanntütenfundamente möglichst detailliert berücksichtigt werden, um die Anwendbarkeit und Machbarkeit des gesamten Brückenkonzepts unter Fahrbelastung zu erhöhen.