Die ressourcenorientierte Nutzung von chelatischer Flugasche im Straßenbau kann den Flächenverbrauch reduzieren, doch besteht noch keine einheitliche Einschätzung bezüglich ihrer Verwendbarkeit als Straßenuntergrundmaterial. Durch Laborversuche und mikroskopische Tests wurden die grundlegenden physikalisch-chemischen Eigenschaften der chelatischen Flugasche sowie der Einfluss des Wassergehalts und der Trockendichte auf ihre technischen Eigenschaften untersucht. Die Machbarkeit der Verwendung von chelativer Flugasche als Straßenuntergrundmaterial wurde erörtert und Kontrollindikatoren sowie Maßnahmen zur Vermeidung von Umweltverschmutzung vorgeschlagen. Die Ergebnisse zeigen: Chelatische Flugasche ist ein Tonboden mit komplizierter Mikrostruktur und geringem spezifischem Gewicht und hoher Flüssigkeitsgrenze. Im Vergleich zu herkömmlichen Zuschlagstoffen ist der optimale Wassergehalt höher, die maximale Trockendichte niedriger; die Hauptchemischen Elemente sind Ca, Na, Si, Cl, die Hauptmineralbestandteile sind Calciumverbindungen, Siliziumdioxid und Chloride. Calciumverbindungen können Flugasche durch chemische Fällung binden; Festigkeit, effektiver Zusammenhalt und effektiver innerer Reibungswinkel nehmen mit zunehmendem Wassergehalt und Trockendichte annähernd linear ab bzw. zu; der Permeabilitätskoeffizient nimmt mit zunehmender Trockendichte ab; Chelatische Flugasche eignet sich als Straßenuntergrundmaterial. Der Wassergehaltsbereich für Deponien und Tragschichten sollte 22,0% bis 29,5% bzw. 24,5% bis 29,5% betragen. Gleichzeitig wird empfohlen, zur Sicherstellung der Stabilität und zur Reduzierung der Umweltverschmutzungsrisiken eine Begrenzung mit Ton mit niedrigem Flüssigkeitsgrenze sowie eine kombinierte Behandlung mit wasserdichtem Geotextil zu verwenden.