Integral bewehrte Erdbrückenwiderlager mit Wandfläche stellen eine neue Widerlagerform dar und besitzen einen hohen Anwendungswert im Ingenieurbau kleiner Spannweiten. Derzeit sind die Untersuchungen zum Wirkmechanismus noch nicht tiefgreifend, insbesondere zur Tragfähigkeitscharakteristik des Widerlagers liegen kaum Studien vor. Das nördliche Zverovinci-Brücke in Slowenien wurde als Prototyp verwendet. Basierend auf der statischen Belastungsprüfung von Widerlagern wurden statische Belastungsversuche an einem Modell eines integral bewehrten Erdbrückenwiderlagers durchgeführt. Dabei wurden das Absinken der Oberseite des Widerlagers, die Verschiebung der Platte, die Bodenverschiebung, das Dehnungsverhalten des Geogitters sowie die Form der potenziellen Bruchfläche analysiert. Die gemessenen Zugkräfte des Bewehrungsmaterials wurden mit den Berechnungswerten dreier normativ empfohlener Methoden verglichen. Die Ergebnisse zeigen: Bei hohen Lasten ist die Verbindungsstelle zwischen der Vorderwand und den beiden Flügelwänden die strukturelle Schwachstelle; unter der maximalen Last überschreiten die Setzwerte des Widerlagers nicht die in den Normen empfohlenen Gebrauchslimits und Festigkeitsgrenzen; die größte horizontale Verschiebung der Platte tritt in der Mitte des Widerlagers auf, mit einer mittleren Wölbung der Wandfläche; die größte Bodenverschiebung hinter der Vorder- und Flügelwand tritt am oberen Modellrand auf; die maximale Dehnung des Bewehrungsmaterials liegt stets zwischen 0,5 und 0,65 m und nimmt mit zunehmendem Abstand von der Platte linear ab; unter bestimmten Lasten ist die maximale Dehnung des Bewehrungsmaterials in Brückenlängsrichtung kleiner als die normativen Werte; die potenzielle Bruchfläche ist bikonkav geformt, der untere Teil liegt nahe der Rankine-Bruchfläche, der obere Teil ist die Bruchfläche hinter dem nicht tragenden Bereich; die Berechnungswerte der Steifigkeitsmethode stimmen gut mit den gemessenen maximalen Zugkräften des Bewehrungsmaterials überein.