Um den Einfluss der Kiesform auf die Stabilität von Hängen und die Merkmale der Verformungszerstörung in grobkörnigen Granit-Restsedimentböden unter Niederschlagsbedingungen zu untersuchen, wurden Laborregenhangmodellversuche in Kombination mit CFD-DEM-Zahlensimulationen durchgeführt. Es wurde eine vergleichende Analyse der makroskopischen vertikalen Verschiebungen und der Deformationszerstörung der Hänge sowie der Veränderung der Benetzungsfront unter Berücksichtigung von drei Kiesformen (rund, oval, winkelig) durchgeführt. Es wurden Entwicklungsmuster des Verschiebungsfeldes und der Gleitflächen sowie mikroskopische Kontaktkraftketten, Koordinationszahlen und strukturelle Anisotropie analysiert. Die Ergebnisse zeigen: Der Sicherheitsfaktor des Hangs mit rundem Kies ist am geringsten, der des Hangs mit winkeligem Kies am größten. Mit Zunahme der Niederschlagszeit von 0 h auf 3 h nahm der Sicherheitsfaktor der Hänge mit rundem, ovalem und winkeligem Kies um 40 %, 33 % bzw. 32 % ab; der Einfluss des Niederschlags ist abnehmend in der Reihenfolge rund, oval, winkelig; mit zunehmendem Längen-Breiten-Verhältnis und Kantigkeit des Kieses verstärkt sich allmählich das Verzahnen und Verkeilen des Kieses, was zu drei Schadensmodi im Hang führt: Bogenförmiger Schaden, gezackter Bogenförmiger Schaden und Versatz-Schaden. Nach dem Instabilitätsbruch zeigen die starken Kontaktkraftketten in den Hängen mit rundem, ovalem und winkeligem Kies Eigenschaften einer verflochtenen, schwachen Kontinuität und Heterogenität. Mit zunehmendem Längen-Breiten-Verhältnis und Kantigkeit des Kieses nimmt der Grad der Kontaktanisotropie innerhalb der Hänge allmählich zu.