Die Instabilität des Dammhangs wirkt sich direkt auf die Schlüsselfunktionen des Damms, wie Hochwasserschutz und Stromerzeugung, aus. Hauptursachen für die Instabilität des Damms sind Niederschläge, Schwankungen des Wasserstandes, seismische Einwirkungen sowie die inhärente Ungewissheit der Böden- und Gesteinsparameter am Hang. Derzeit fehlen vergleichende Studien zur Stabilität der oberen und unteren Dammhänge, insbesondere unter systematischer Berücksichtigung der räumlichen Variabilität. Basierend auf einem bestimmten Staudamm wurden unter Verwendung tatsächlicher Geländedaten, hydrologischer und seismischer Daten numerische Modelle für den Durchfluss und die Stabilität erstellt. Eine einjährige eindimensionale deterministische Analyse wurde unter Berücksichtigung lokaler Wasserstandsschwankungen, Niederschlägen und historischer Erdbebenaufzeichnungen durchgeführt. Zudem wurden Kohäsion und innerer Reibungswinkel als Zufallsfelder modelliert, und eine Wahrscheinlichkeitsbewertung des Hangversagens sowie eine Sensitivitätsanalyse unter dem Einfluss mehrerer Faktoren vorgenommen. Die Ergebnisse zeigen, dass der obere Dammhang bei hoher Wasserstandsrückgangsgeschwindigkeit empfindlicher ist, mit einer signifikant erhöhten Versagenswahrscheinlichkeit. Die Zufallsfeldanalyse zeigt, dass die räumliche Variabilität die Verteilungseigenschaften der Versagenswahrscheinlichkeit erheblich beeinflusst, was ihre Bedeutung in der Zuverlässigkeitsbewertung unterstreicht. Darüber hinaus führt eine höhere Variationskoeffizienten von Kohäsion, horizontalem Erdbebenfaktor und eine stärkere Korrelation zwischen Kohäsion und innerem Reibungswinkel zu einer schlechteren Hangstabilität.